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Prof. Dr. Markus Iff

Professor für Systematische Theologie





1986-1992Studium der Evangelischen Theologie am Theologischen Seminar Ewersbach und an der Philipps-Universität Marburg mit erstem theologischen Examen
1993-1994Pastor der Freien evangelischen Gemeinden Dautphe und Dautphetal-Holzhausen
1995-2003Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Düsseldorf
1998-2001Gaststudium an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal
2003-2005Dozent für Altes Testament am Theologischen Seminar Ewersbach
Seit 2006Dozent für Systematische Theologie
Mai 2009Promotion zum Dr. theol. an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena
2012 Berufungsverfahren und Ernennung zum Professor an der Theologischen Hochschule Ewersbach durch das Land Hessen



Veröffentlichungen


Monografien
Liberale Theologie in Jena. Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Theologiegeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Theologische Bibliothek Töpelmann 154), Berlin/New York: De Gruyter 2011.

Aufsätze und Beiträge zu Sammelwerken (in Auswahl)
Gewalt und Unheil - dunkle Seiten in Gott? Herausforderungen für das Gottesverständnis des christlichen Glaubens, in: Gottesbilder. Theologische Impulse 13, Witten 2006, 7–44.

Schöpfung und Kosmologie. Ein Beitrag zu Grund und Grenze des Dialogs von Theologie und Naturwissenschaft, in: ThGespr 32/2008, 107–125.

Zum Verständnis des Pastorendienstes in Freien evangelischen Gemeinden, in: Theologische Impulse 15, Witten 2008, 150–179.

Der Pastor zwischen Ältestendienst und Apostolizität. Ein fundamentaltheologischer Beitrag zu einem freikirchlichen Pastorenverständnis in freikirchlicher Perspektive, in: Der Pastor und die Gemeinde, ThGespr 2009, Beiheft 11, 46–61.

Gotteswort und Menschenwort. Johannes Calvins theologische Hermeneutik und das gegenwärtige Verhältnis von Bibelfrömmigkeit und kritischer Schriftauslegung, in: ThGespr 34/2010, 17–30.

„Der psychologische Vorgang in der Religion“ – ein Beitrag zur religionspsychologischen Verankerung der theologischen Anthropologie im Anschluss an Richard A. Lipsius, in: Ders./J. van Oorschot (Hg.), Der Mensch als Thema theologischer Anthropologie, BThSt 111, Neukirchen-Vluyn 2010, 87–113.

Die historische Jesusforschung und ihre dogmatischen Implikationen. Responsion. In: V. Spangenberg/A. Heinze (Hg.), Der historische Jesus im Spannungsfeld von Glaube und Geschichte, Leipzig 2010, 35–40.

Eschatologisches Denken und apokalyptisches Geschichtsbild, in: Zwischen Angst und Hoffnung. Aspekte christlicher Endzeiterwartung, Theologische Impulse 21, Witten 2010, 7–33.

„Für uns gestorben“ – Anfragen und Grundlagen zur Heilsbedeutung des Todes Jesu Christi, in: ThGespr 2/2011, 67-94.

Was sind Freie evangelische Gemeinden? Systematisch-theologische Grundzüge zum Selbstverständnis, in: Theologische Impulse 17, Witten 2011, 138–168.

Im Geiste Christi stehen – Katholizität und Apostolizität der Kirche aus der Sicht des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, in: Ursprung und Sendung. Apostolizität und Katholizität in freikirchlicher und römisch-katholischer Sicht, Paderborn-Göttingen 2011, 153–178.

Die einheitliche Weltanschauung – Zur wissenschaftstheoretischen Verankerung der Theologie im Anschluss an Richard A. Lipsius, in: Glaube und Denken. Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft 24 (2011), 145–160.

Zwischen Wissenschaft, Glaube und Gemeinde. Grundzüge zum Theologieverständnis an einer Fachhochschule in freikirchlicher Trägerschaft, in: in: Lernen − Begegnen − Senden. 100 Jahre Theologische Hochschule Ewersbach, hg. v. W. Haubeck/M. Schröder, Witten 2012, 85-100.

Geistliche Persönlichkeit und Dienstamt – systematisch-theologische Grundzüge des pastoralen Dienstes in freikirchlicher Perspektive, in: Ders./A. Heiser (Hg.): Berufen, beauftragt, gebildet – Pastorenverständnis im Gespräch. Beiträge in interdisziplinärer und ökumenischer Perspektive, BThSt 131, Neukirchen-Vluyn 2012, 149-168.

Der Wort-Gottes-Begriff Martin Luthers (verbum efficax) in seiner Bedeutung für die So-teriologie und Ekklesiologie Freier evangelischer Gemeinden, in: Volker Spangenberg (Hg.), Luther und die Reformation aus freikirchlicher Sicht, Kirche– Konfession – Religion 59, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht unipress 2013, 153–170.

Schriftauslegung und Bibelkompetenz. Grundlagen biblisch-theologischer Hermeneutik, in: Evangelium und Wissenschaft. Beiträge zum interdisziplinären Gespräch 33, 2013, 2–11.

Religionsphilosophie und Theologie. Rudolf Ottos Bezug auf Wilhelm Martin Leberecht de Wette, in: Jörg Lauster/Peter Schüz/Roderich Barth/Christian Danz (Hg.), Rudolf Otto. Theologie – Religionsphilosophie – Religionsgeschichte, Berlin/Boston: De Gruyter 2013, 191–202.

Wurzeln und Wesen freikirchlicher Frömmigkeit, in: Burkhardt Neumann/Jürgen Stolze (Hg.), Aus dem Glauben leben. Freikirchliche und römisch-katholische Perspektiven, Pa-derborn/Göttingen: Bonifatius-Verlag/Vandenhoeck und Ruprecht unipress 2014, 49–82.

Was geschieht, wenn wir beten? – Dogmatische Überlegungen zum Gebet, in: ThGespr 38, 2014, 134–144.

Zur Theologie und Praxis der Taufe im Bund Freier evangelischer Gemeinden in ökumenischer Perspektive, in: MD 65, 02/2014, 23–29.

Reformation und Reformationsgedenken aus freikirchlicher Sicht, in: Cath(M) 68, 2014, 260–275.

„Wir sind Kinder der Reformation“ – wie evangelisch sind Freie evangelische Gemeinden? In: Wilfried Haubeck/Wolfgang Heinrichs (Hg.), Theologische Impulse Bd. 27, Witten: SCM Bundes-Verlag 2015, 130–165.

Die Evangelischen Freikirchen, in: Johannes Oeldemann (Hg.): Konfessionskunde, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2015, 296–390.


Herausgeberschaften und Mitgliedschaften


M. Iff/J. van Oorschot (Hg.): Der Mensch als Thema theologischer Anthropologie. Beiträge in interdisziplinärer Perspektive, BThSt 111, Neukirchen-Vluyn 2010.

M. Iff/A. Heiser (Hg.): Berufen, beauftragt, gebildet – Pastorenverständnis im Gespräch. Beiträge in interdisziplinärer und ökumenischer Perspektive, BThSt 131, Neukirchen-Vluyn 2012.

Theologisches Gespräch. Freikirchliche Beiträge zur Theologie. Zeitschrift im J.G. Oncken Verlag Kassel (seit Jahrgang 24/2000 zusammen mit dem Bundesverlag Witten; ISNN 1431 200X): Mitherausgeber seit Jg. 30/2006.

Mitglied im Kuratorium der Karl-Heim-Gesellschaft

Redaktionsmitglied der Zeitschrift Evangelium und Wissenschaft. Beiträge zum interdisziplinären Gespräch, hg. v. Karl-Heim-Gesellschaft, Berlin.

Mitglied im Gesprächskreis „Theologie und Naturwissenschaften“ an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland, Bonn.

Stellvertretender Delegierter des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Mitglied im Kuratorium der Karl-Heim-Gesellschaft

Redaktionsmitglied der Zeitschrift Evangelium und Wissenschaft. Beiträge zum interdisziplinären Gespräch, hg. v. Karl-Heim-Gesellschaft, Berlin.

Mitglied im Gesprächskreis „Theologie und Naturwissenschaften“ an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland, Bonn.

Stellvertretender Delegierter des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Aufsätze und Bibelarbeiten für Gemeinde und Erwachsenenbildung
Bibelarbeit zu Jesaja 40,11.26-31: „Wie Gott sein Volk (seine Gemeinde) leitet“; in: Zwischen Hirtendienst und Management. Gemeinde leiten heute, ThImp Bd. 11, hg. v. W. Haubeck u.a., Witten 2005, 102–116.

Erwählt vor Grundlegung der Welt. Gottes Erwählung und die Lehre von der Prädestination, in: Christsein heute, 117. Jahrgang, August 2010, 18–21.

Rezensionen und Kommentare
Wolfgang Achtner, Vom Erkennen zum Handeln. Die Dynamisierung von Mensch und Natur im ausgehenden Mittelalter (Religion, Theologie und Naturwissenschaft 12). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht-Verlag 2008, in: Evangelium und Wissenschaft. Beiträge zum interdisziplinären Gespräch, 31/2010, 122–123.

Oliver Pilnei, Wie entsteht christlicher Glaube? Untersuchungen zur Glaubenskonstitution in der hermeneutischen Theologie bei Rudolf Bultmann, Ernst Fuchs und Gerhard Ebeling (Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie 52), Tübingen: Mohr Siebeck 2007, in: ThGespr 35/2011, 48–49.

Walter Klaiber, Jesu Tod und unser Leben. Was das Kreuz bedeutet, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2011, in: ThGespr 36/2012, 99–100.

Johannes von Lüpke (Hg.), Gott – Natur – Freiheit, Theologische und Naturwissenschaftliche Perspektiven, Neukirchen-Vluyn: Neukirchener-Verlag 2008, in: Evangelium und Wissenschaft, 33/2012, 56.

Rebecca Klein, Sozialität als Conditio Humana. Eine interdisziplinäre Untersuchung zur Sozialanthropologie in der experimentellen Ökonomik, Sozialphilosophie und Theologie. Göttingen: Edition Ruprecht Verlag 2010, in: Evangelium und Wissenschaft, 33/2012, 56–58.

Wolfgang Alt, Ulrich Eibach, Volker Herzog, Stephan Schleim, Gunter Schütz: Lebensentstehung und künstliches Leben. Naturwissenschaftliche, philosophische und theologische Aspekte der Zellevolution. Zug/Schweiz: Verlag der Prof. Dr. Alfred Schmid-Stiftung 2010, in: Evangelium und Wissenschaft, 33/2012, 59–60.

Holger Werries, Alles Handeln ein Handeln der Kirche. Schleiermachers Ekklesiologie als Christologie. Marburger Theologische Studien 115. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2012, in: ThGespr 37/2013, 205–206.

Hark, Norbert, Auf das Wort hören und danach handeln. Hermeneutische Maßstäbe für eine exegetisch verantwortete Pastoraltheologie, Ostfildern: Matthias-Grünewald-Verlag 2013, 292 S. = Glaubenskommunikation Reihe Zeitzeichen, in: ThLZ 139, 2014, 1387–1389.


Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

1. Religionsphilosophie und Theologie:
Realismus und Wahrheitsgefühl – zur Erkenntnistheorie und Religionstheologie bei J.G. Herder, F.H. Jacobi, J.F. Fries und W.M.L. De Wette.
Die epochale Bedeutung des deutschen Idealismus überlagert, dass es eine realistische Tradition innerhalb der damaligen Philosophie gibt, die psychologisch orientiert ist und der Fortbildung der kantischen Transzendentalphilosophie zum absoluten Idealismus beim frühen Schelling, bei Fichte und Hegel kritisch gegenübersteht.
Diese Tradition, die mit den Namen J.G. Herder (1744–1803), F.H. Jacobi (1744–1819), J.F. Fries (1773–1843) und W.M.L. de Wette (1780–1849) verbunden ist, hat zu Systementwürfen und Welterschließungsmodellen geführt, die ontologische, naturphilosophische, psychologische, erkenntnistheoretische und religions-theologische Theorieelemente zu integrieren versuchen.
Dabei sind spezifische Formationen in der Verhältnisbestimmung von Erkennen und Empfinden, Vernunft und Gefühl sowie der Vermittelbarkeit von Vernunft und Offenbarung entstanden, deren Gehalte und Potentiale erforscht werden. Zudem wird mit Blick auf Kants und Fichtes Idealismus sowie den Skeptizismus David Humes eine spezifische Theorie des Realismus etabliert, deren Potential für den gegenwärtigen Diskurs um das Realismus-Problem zu beleuchten ist.

2. Freikirchliches Amtsverständnis in ökumenischer Perspektive; Ökumene und Konfessionskunde
Das Amtsverständnis darf als „das zentrale, unüberwunden kontroverse Thema der ökumenischen Diskussion“ (I. U. Dalferth) gelten.
Was sind die Grundkoordinaten für ein freikirchliches Pastorenverständnis? Wie ist es zwischen Personalität, Professionalität, Funktionalität und Apostolizität zu verorten und was kann ein freikirchliches Pastorenverständnis in den ökumenischen Diskurs einbringen?
In Zusammenarbeit mit dem katholischen Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn werden Forschungsprojekte und Publikationen zur Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in den evangelischen Freikirchen, zum Reformationsjubiläum 2017 sowie Beiträge zur Konfessionskunde in ökumenischer Perspektive.

3. Schöpfungstheologie in dogmatischer und ethischer Perspektive
In Zusammenarbeit mit dem Gesprächskreis für Theologie und Naturwissenschaften an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel (www.theologie-naturwissenschaften.de) und der Karl-Heim-Gesellschaft (www.theologie-naturwissenschaften.de) wird das Verhältnis von Gottes Weltwirken und religiöser Welterfahrung bzw. die Verhältnisbestimmungen von religiöser Innenerfahrung und kausaler Weltordnung untersucht der Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften geführt.
Damit soll ein Beitrag zu der Debatte um das Verhältnis des umfassenden Charakters des Wirklichkeitsverständnisses des christlichen Glaubens und die grundlegende Perspektivendifferenz zwischen Theologie als religiöser Sinndeutung und (natur-) wissenschaftlicher Welterklärung geliefert werden.

4. Theologische Hermeneutik
Wenn die systematische Theologie ihr Verhältnis zu den exegetischen Disziplinen zu bestimmen sucht und deren neuere Entwicklungen zu beobachten versucht, so stellt sich ihr immer auch die Frage, wie sie selbst das Schriftprinzip reformatorischer Theologie heute wahrzunehmen gedenkt. (Vgl. dazu J. Lauster, Prinzip und Methode. Die Transformation des protestantischen Schriftprinzips durch die historische Kritik von Schleiermacher bis zur Gegenwart, Tübingen 2004.)
Wie können Bibelfrömmigkeit und historisch-wissenschaftliche Schriftauslegung konstruktiv miteinander verbunden werden? Worin liegt die Leistungsfähigkeit historischer Auslegung und wie kann diese mit dem berechtigten Anliegen einer geistlichen Exegese verbunden werden? Wie gehören Gotteswort und Menschenwort in den biblischen Texten zusammen?